South Carolina

Südstaaten-Glückseligkeit und allerbeste Plätze für mindestens zehn Top-Golfurlaube
South Carolina

Golf, Sonne, Strände, Abenteuer, Unterhaltung, Einkaufen, Gutes Essen...und soviel mehr.

Geschichte und Golf spielen in dem amerikanischen Bundesstaat South Carolina am Atlantik schon immer eine ganz besondere Rolle und sind mit einander nahezu wahlverwandtschaftlich verbunden. Im Jahre 1861 begann der amerikanische Sezessionskrieg in Charleston/South Carolina, als die Südstaaten-Armee der Konföderierten das Unions-Fort Sumter mit Kanonenkugeln beschoss. 130 Jahre später, im Jahr 1991, sorgte eine kleine Golfkugel, die der deutsche Golf-Heros Bernhard Langer am letzten Loch vorbei schob, dafür, dass die Amerikaner im Ryder-Cup über die Europäer triumphieren konnten. Schauplatz des Ereignisses: South Carolina, Kiawah Island nahe bei Charleston, eine der Golfkathedralen des amerikanischen Bundesstaates, der als historisch-kulturelles und golfsportlich-attraktives Paradeland der Vereinigten Staaten gilt.

South Carolina ruft für Golfer selbstverständlich diese historische Assoziation hervor. Immer ein bisschen „Vom Winde verweht“. Das heutige South Carolina ist ein US-Bundesstaat voller Vielfalt, die von kilometerlangen Sandstränden an der Atlantikküste, dem Intracoastal-Waterway über die sanft rollenden Hügel des Hinterlandes bis hoch zu den Ausläufern der Blue Ridge Mountains reicht. Über allem schwebt die schwüle Atmosphäre des Südens, die sich überall – an der Küste, in den Bergen, auf den Inseln und in den historischen Städten - in der traditionell großen Gastfreundschaft des Landes ausdrückt, das in der Natur vielfältig, in der Kultur reichhaltig und in seiner Golfszenerie großartig ist.

Wer in South Carolina Golf spielen möchte, findet an der Küste (Coastal South Carolina) und im Binnenland weit über 250 Public Golf Courses, also öffentlich zugängliche Golfplätze. Insgesamt hat South Carolina mehr als 380 Golfplätze für jedes Können, 200 davon an der Küste. Fast unglaublich, aber wahr: Allein in Myrtle Beach gibt es mehr als 120 Courses! Also: Golfurlaub in South Carolina ist immer erste und beste Wahl. Um die Qual dieser Wahl zu erleichtern, hier eine Vorsortierung. Aus der Fülle an Möglichkeiten im ganzen Land wurden die nach unserer Auffassung interessantesten und für alle zugänglichen Plätze ausgewählt. Doch seien Sie versichert, dass aus rein zentraleuropäischer Sicht viele der Plätze den Rahmen der Erwartungen sprengen und dass auch vermeintlich schlechtere und im Greenfee sehr günstige Anlagen (die Bandbreite geht hier von 20 bis 250 Dollar) durchaus nachhaltige und sehr positive Eindrücke hinterlassen können.

Hier auch noch gleich ein Tipp am Rande: amerikanische Golfer spielen in der Regel am liebsten früh morgens, diese Startzeiten sind daher heiß begehrt. Wer also mal nebenbei noch eine nachmittägliche Runde einlegen möchte, kann sich daher bei einigen Golfanlagen auch spontane Greenfee-Schnäppchen sichern. Übrigens: South Carolinas Plätze machen keine Handicap-Vorgaben. Die beste Reisezeit können Sie nach Ihrem eigenen Zeitplan festlegen. Dank des milden Klimas kann man in South Carolina ganzjährig Golf spielen. Doch nun zu einem kurzen Überblick über das schier endlose Golfangebot:

Midlands

Als Hauptstadt von South Carolina hat Columbia im geographischen Zentrum des Landes schon 1786 seine Funktion übernommen. Hier trifft man heute auf freundliche Menschen, eine hervorragende Museen-Landschaft, die Kutschen, Autos und Lokomotiven zeigt. Auch das erste

U-Boot der Welt, die USS Huntley, die bereits im Bürgerkrieg im Einsatz war, ist zu bestaunen. In der ländlichen Umgebung, den Midlands, kommt die Seele zur Ruhe – klare Seen, verwunschene Wälder und endlose Wasserwege machen bei Entdeckungshunger große Angebote. Golferisch ist die Hauptstadt South Carolinas noch nicht besonders in Erscheinung getreten, obwohl sich in ihrer Umgebung und im Lake Murray Country mindestens 20 Golfplätze befinden. Hervorzuheben sind dabei der Golf Club of South Carolina at Trickentree, ein 18-Löcher-Championship Course (6.471 yds., Par 72), und – an den Ufern des Lake Murray – der Timberlake Golf Club (18 Löcher, 6.226 yds, Par 72), ein Willard Byrd-Design.

Appalachen

Von den Midlands in das Hügelland von South Carolina – dort, wo sich die Blue Ridge Mountains von ganz nahe zeigen. Hier am Lake Jocassee und Keowee-Stausee befinden sich die Naherholungsgebiete, wo sich insbesondere die Manager der BMW-Autofabrik von Spartanburg wohl fühlen. Das erste BMW-Montagewerk in Amerika wurde vor 15 Jahren in South Carolina errichtet und ist zu einer Vorzeigefabrik geworden, die – wie in Deutschland – auch große Golfturniere sponsort. Diese Turniere werden gespielt auf den bekannten Courses Links O’Tryon am Cherokee Foothills Highway, einem Meisterwerk von Tom Jackson und bergige Herausforderung erster Qualität (18 Löcher, 6.328 yds.,

Par 72), auf dem River Falls Plantation Course in Duncan nahe bei Spartanburg (18 Löcher, 6.734 yds, Par 72) und dem Walker Golf Course in Clemson (18 Löcher, 6.560 yds. Par 72), der als öffentlicher Course zur Clemson Univesität gehört.

Myrtle Beach

An der Atlantikküste zieht sich der Teil des Bundesstaates South Carolina von Nordost nach Südwest – 350 km Küste zwischen Myrtle Beach und Hilton Head Island. Coastal South Carolina gilt als Golf-Dorado der Vereinigten Staaten. Allein über 100 Golf Courses trifft man in der Region von South Carolina an, die Grand Strand und Myrtle Beach genannt wird. Hier im „Golf-Mekka“ oder der „Golf-Hauptstadt des Universums“, wie sich die Gegend gern selbst nennt, befinden sich einige der am stärksten leuchtenden Sterne und haben sich auch die besten amerikanischen Golf-Architekten verewigt.

In den Jahren zwischen 1985 und 2005 sind am Grand Strand Meisterwerke nahezu aller Golfgrößen entstanden. Dazu zählen Tidewater Golf Club & Plantation (18 Löcher, 6.630 yds., Par 72), der schon 1990 als einer der besten

Public Courses der USA gewählt wurde und diesen

Status immer noch hält. Als zweitältester Platz auf dem Grand Strand ist der Dunes Golf & Beach Club (Robert Trent Jones; 18 Löcher, 6.565 yds,

Par 72) einen Besuch wert. Um eine der jüngeren Anlagen – erst 2000 eröffnet – handelt es sich beim Barefoot Golf Resort, das insgesamt vier Meisterwerke von Pete Dye (18 Löcher, 6.634 yds.,

Par 72), Tom Fazio (18 Löcher,

6.350 yds., Par 71), Greg Norman (18 Löcher,

6.487 yds., Par 72) und Davis Love III.

(18 Löcher, 6.542 yds., Par 72) bietet.

Besonders bekannt auch unter dem Spitznamen „The Grand Daddy“ ist der Pine Lakes International Golf Course (18 Löcher, 6.208 yds., Par 71), der schon 1927 eröffnet wurde. Hier trifft man auf außergewöhnliche, zusätzliche Attraktionen. Die Golfcarts sind von Rolls Royce, die Starter tragen schottische Kilts und bieten den Spielern bei warmem Wetter gekühlte Limonade und bei kaltem heiße Schokolade an.

Greifen wir weiter hinein in den großen Sack voller

Urlaubs- und Golfgeschenke in Myrtle Beach: Indigo Creek Golf Club (18 Löcher, 6.167 yds., Par 72), Heather Glen Golf Club (27 Löcher, eine Hommage an Gleneagles und St. Andrews). The Legends Golf Club weist drei 18-Löcher-Plätze auf: Heathland Course (Design: Tom Doak, 6.190 yds., Par 71), Moorland Course (Design: P. B. Dye, 6.143 yds., Par 72) und Parkland Course (6.460 yds., Par 72).

Charleston

South Carolina bedeutet aber auch und – vor allem – Charleston, die historische Stadt. Kaum eine andere Stadt Amerikas erfreut sich einer größeren Geschichte. Zur wahren Golfsport-Explosion kam es in Charleston in den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Eine Krönung erlebte die Region im Jahre 1991. Extra für die Austragung des Ryder Cups wurde von Pete Dye auf Kiawah Island der Ocean Course (18 Löcher, 6.552 yds., Par 72) gebaut. Dieser Golfplatz gilt als Amerikas härtester Resort Course. Zehn von 18 Löchern werden direkt entlang des Ozeans gespielt. Kiawah’s Ocean Course zählt zu den besten 50 Golfplätzen der USA – und ist natürlich auch immer einen Besuch wert. Noch vier weitere Championship Courses sind auf Kiawah Island einen Besuch wert. Als da sind: Cougar Point von Gary Player (18 Löcher, 6.090 yds,. Par 72), Osprey Point von Tom Fazio (18 Löcher, 6.522 yds,. Par 72), Turtle Point von Jack

Nicklaus (18 Löcher, 6.615 yds, Par 72) und Oak Point von Clyde Johnston (18 Löcher, 6.468 yds., Par 72).

Um die historischen Golf-Jagdgründe um Charleston herum, die auch jede Menge amerikanische Südstaaten-Geschichte und -Kultur bieten, zu komplettieren, sollten unbedingt noch die Fazio-Meisterwerke im Wild Dunes Resort auf der Isle of Palms genannt werden, der Links Course mit 18 Löchern, 6.131 yds., Par 72, und der Harbour Course, 18 Löcher, 5.900 yds., Par 70. Auf dieser Insel befindet sich auch noch der großartige, von Arthur Hills gestaltete Dunes West Golf Course

(18 Löcher, 6.508 yds., Par 72).

Hilton Head

Wenn man heutzutage Hilton Head Island betrachtet, dann ist es schwierig zu glauben, dass dieser südlichste Teil von South Carolinas Küstenlinie vor 40 Jahren nur wenig bevölkert und nur mit Boot oder Fähre zu erreichen war. 1961 öffnete der erste Golfplatz, heute bevölkern mehr als zwei Millionen Golf-Reisende die Inselregion. Auch auf Hilton Head Island hat der deutsche Golf-Star Bernhard Langer seine Spuren hinterlassen. 1985, als er zum ersten Mal die Masters gewann, ließ er direkt danach einen Sieg auf den Harbour Town Golf Links (Sea Pines Plantation) auf Hilton Head Island folgen. Dieser Golf Course (18 Löcher, 6.119 yds., Par 71), der sich bewacht von einem alten Leuchtturm an den Stränden entlang schlängelt und durch die Marsch-Landschaft zieht, ist einer der bekanntesten Meisterschaftsplätze an der Ostküste der USA.

Das Sea Pines Resort wurde vor über 50 Jahren von Charles Frazer gegründet. Der Ocean Course (Design: Mark

McCumber, 18 Löcher, 6.493 yds., Par 72) war der erste Platz der Insel, auf dem Golf gespielt werden konnte. Auch der Sea Marsh Course von J. Cobb und C. Johnston

(18 Löcher, 6.169 yds., Par 72) ist älteren Datums, wurde aber zwischenzeitlich mehrfach modernisiert.

Einer der ältesten Courses ist der

erste von Robert Trent Jones gestaltete und befindet sich auf Palmetto Dunes

(18 Löcher, 6.122 yds., Par 72). Palmetto Dunes vereint fünf Championship-Golfplätze von George Fazio, Robert Trent Jones,

Arthur Hills und Robert Cupp, dazu Tennis und einen Yachthafen für 170 Boote.

In Indigo Run hat sich Jack Nicklaus mit dem Golden Bear Club (18 Löcher, 6.643 yds., Par 72) verewigt.

Der südlichste Teil South Carolinas, die Gegend um Bluffton auf dem Festland, beherbergt wahre Golf-Juwelen. Das sind u.a. Hilton Head National von Gary Player (3x9 Löcher) und der Rose Hill Golf Club (27 Löcher, entworfen von Gene Hamm). Um das großartige Golf-Menü von Geschichte, Natur, Kultur und Golf abzurunden, bleiben schließlich die noch weitgehend versteckten Golfschätze des Fripp Island Resorts, Ocean Point (Design: George Cobb, 18 Löcher, 6.032 yds., Par 72) und Ocean Creek (Design: Davis Love III., 18 Löcher, 6.152 yds., Par 71) und auf dem tatsächlich südlichsten Punkt des South Carolina Staatsgebietes, auf Daufuskie

Island, die Resort Golf Courses Bloody Point von T. Weiskopf & J. Morrish (18 Löcher, 6.470 yds., Par 72) und Melrose von Jack Nicklaus (18 Löcher, 6.688 yds,. Par 72).

South Carolina – eine kontinuierliche Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, ein Paradebeispiel und bestes Symbol für Golfurlaub, wie man ihn sich schöner in den amerikanischen Südstaaten kaum wünschen oder vorstellen kann.

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Fotos

  • Südstaatenvilla in South Carolina
  • Ocean Course  auf Kiawah Island
  • Tidewater Golf Club mit dem 13. Grün
  • Grand Dunes Golf
  • Cougar Point Golf auf Kiawah Island
  • Harbour Town Golf Links
  • Ocean Course und der Heron Point by Pete Dye Golf
  • Blick vom Caesars Head auf die Ausläufer der Blue Ridge Mountains im State Park