Ägypten
Golf-Akzente am Roten Meer und in Kairo
Tradition, Kultur und Natur werden in Ägypten groß geschrieben, machen im wesentlichen die Faszination aus, die von diesem Land zwischen Wüste und Wasser, Bergen und Meeren seit eh und je ausgeht. Vor tausenden von Jahren wurden in Ägypten die Pyramiden gebaut, von denen heute noch die Cheops-Pyramide bei Kairo als antikes Weltwunder betrachtet wird. Vor etwa 15 Jahren hat das Land der Pharaonen begonnen, sich zu seinen traditionellen touristischen Attraktionen in und Kairo, im Niltal bei Luxor, vor allem aber nahe den berühmten Tauchgründen des Roten Meeres im Golf von Aqaba und südlich von Suez eine neue Quelle zu erschließen, die für den Golfsportler und -reisenden die natürlichen Schönheiten und historischen Kostbarkeiten mit neuen Akzenten wie grandiosen Golf Courses und Wellness-Tempeln verbindet. Ägypten ist auf dem besten Weg, sich zu einer Golf-Reise-Destination ersten Ranges zu entwickeln – »Golf bei den Pharaos« entwickelt sich zum Begriff.
Golf hat in Ägypten tatsächlich eine lange Tradition. Der aktuellen und modernen Entwicklung Ägyptens zu einer Golfdestination liegt eine Geschichte zugrunde, die die gesamte mitteleuropäische Golf-Historie in den Schatten stellt. Unmittelbar im Schatten der berühmten Cheops-Pyramide und fast direkt neben der Sphinx nämlich hat man das Gefühl, beim Pharao Cheops und seinen Söhnen Chephren und Mykerinos (das sind auch die Namen der drei großen Pyramiden) persönlich aufzuteen und den Atem der Geschichte spüren: Der älteste Golfclub Afrikas, der Mena House Oberoi Golf Club, 9 Löcher, 4..783 m, Par 68, wurde schon 1889 erbaut und eröffnet. Da hat man in Deutschland und Zentraleuropa noch nicht an Golfplätze gedacht. Im Jahr 2009 bricht man nun mit der alten 9-Löcher-Tradition: Mena House Golf wird von 9 auf 18 Löcher erweitert.
Ägypten eignet sich wie kaum ein anderes Land für großartige Golfurlaube. Hier lassen sich Jahrtausende alte Kulturen, Tempel, Pyramiden, Klöster, wunderschöne und bizarre Natur der Wüste, Bergregionen im Sinai, Küstenlandschaften am Roten und Mittelmeer mit Hotel-, Resort- und Golfattraktionen verbinden. Das Land mit seinen wunderbaren historischen, kulturellen und natürlichen Schätzen, in dem für den Tourismus hoch attraktive Hotel- und Resort-Landschaften vorhanden sind, liegt tatsächlich nur vier bis viereinhalb Flugstunden von Deutschland entfernt, weist eine Sonnengarantie das ganze Jahr über auf und ist im Verhältnis zu mittel-, süd- und westeuropäischen Regionen preislich hoch attraktiv.
Am Rande des alten El Quahira (die Unbesiegbare, so wurde Kairo früher genannt), wo in vielen Museen einzigartige Kunstschätze der Welt aufbewahrt werden, wo das Leben in der alten Medina zwischen Moscheen und Mauern tobt, sind großartige neue Golfanlagen in den Vorstädten der Umgebung der 20-Millionen-Metropole vorhanden. Da ist z.B. der Dreamland Golf Club nicht weit von den Pyramiden entfernt mit seinen 27 Löchern im gleichnamigen Resort – eine neue 18er-Anlage von Jack Nicklaus (Palm Hills) wird dort in Kürze eröffnet.
Im Osten der Stadt befinden sich in wohl situierten Urbanisationen die Championship Golf Courses des Mirage City Golf Clubs und des Katameya Heights Golf & Tennis Resorts. Auch hier auf den Höhen über Kairo lassen neue Golf Courses, die von Nick Faldo und Greg Norman gestaltet werden, nicht mehr lange auf sich warten.
Wie ein Dorn bohrt sich der Golf von Aqaba zwischen der Halbinsel Sinai und der Saudi-Arabischen Peninsula hinein bis an den nördlichen Zipfel, wo das israelische Eilat liegt. Die Berge der Sinai Range bilden hier die Kulisse für das Taba Heights Golf Resort, fast direkt an der Grenze zu Israel im Vierländereck Ägypten, Israel, Jordanien, Saudi Arabien. 2006 wurde das Luxus-Resort mit dem dazu gehörigen Golfplatz eröffnet. Der Standort Taba Heights verfügt über eine großartige 18-Löcher-Golfanlage (2008 Schauplatz des 1. Finales der Ägyptischen Golf Trophy), mehreren Spitzenhotels und am Roten Meer über eine große Marina.
Wo der Golf von Aqaba in das Rote Meer übergeht, an der Südspitze des Sinai, in Sharm el Sheik, kann ebenfalls hervorragend Golf gespielt werden. Da befindet sich nämlich das Maritim Jolieville Golf Resort mit seinem hervorragenden 18er Golf Course, auf dem sogar schon die European PGA Tour gastiert hat.
Nicht weit südlich von Suez am Roten Meer, – sehr gut von Kairo erreichbar – stößt man in Ain Sokhna auf die ersten Golf-Oasen in südlicher Richtung: das Stella di Mare Golf Hotel verfügt über einen 18-Löcher-Platz (Par 71) mit Links-Charakter, auf dem an sechs Löchern Wasser ins Spiel kommt.
Hier beginnt die Kette der Golfperlen am Roten Meer und wird 120 Kilometer südlich mit der Golf-Urlaubswelt von El Ghouna fortgesetzt, einem Resort, das nur für Touristen geschaffen und mit Hotels, Resorts, Restaurants, Marina und auch Wohn-Immobilien ausgestattet ist. Selbstverständlich gehört ein 18-Loch-Championship-Platz dazu, der als Spitzenleistung der beiden US-Amerikaner Gene Bates und Fred Couples betrachtet werden kann. In ganz naher Zukunft wird sich zu diesem Course in dem benachbarten Ancient Sands Resort eine weitere Anlage mit 18 Löchern gesellen.
Nur 25 Kilometer weiter südlich liegt der Hurghada, seit langem schon das touristische Zentrum am Roten Meer und Zielflughafen zahlreicher Charter-Verbindungen. Golfplätze sind in Hurghada nicht vorhanden, werden aber in dem sich nach Süden anschließenden Großprojekt Sahl Hasheesh in geradezu gigantischem Ausmaß entstehen. In der Wüstenregion am Wasser zwischen Hurghada und Makadi Bay – rund um das Cape Citadel – wo zum Teil schon Großprojekte wie El Citadel ihre erste Akzente gesetzt haben – sollen auf einer Distanz von etwa 20 Kilometern mindestens fünf Golfanlagen sowie 14 Hotels entstehen, die alle Resort-Charakter haben werden.
Viel ruhiger geht es dagegen im erst im Oktober 2008 eröffneten Jaz Makadi Golf Resort an der Makadi Bay zu. Die Golfanlage wurde auf 18 Löcher erweitert, Clubhaus und 5-Sterne-Spitzenhotel seiner Bestimmung übergeben. Der Course, wie ganz Makadi Bay eine Entwicklung der TRAVCO-Gruppe, erweist sich trotz seiner Jugend schon jetzt als neues Juwel am Roten Meer. Design und Einrichtung präsentieren sich in absolut bester Manier, stellen zwar hohe Ansprüche, sind aber so fair, dass praktisch für jeden Golfer Erfolgserlebnisse möglich sind. Die Übungseinrichtungen (Golf-Akademie, Driving-Range, drei Übungslöcher und ein 9-Löcher-Executive-Course) genügen höchsten Ansprüchen. Das benachbarte Makadi Bay Village mit gemütlichen Shopping-Arkaden, 5- und 4-Sterne-Hotels, schafft das, was anderswo vielfach fehlt – Wohlgefühl am Roten Meer.
Wenn es eine Destination am Roten Meer gibt, die für sehr hohe Qualität im Zusammenhang mit Golf, Hotel, Wellness, Tauchen und Kite-Surfen bekannt ist und die weiter nach Qualitätserfolgen zugunsten der Urlaubsgäste strebt, dann ist dies ganz sicher Soma Bay. Hier hat der Südafrikaner Gary Player mit dem Cascades Golf of Soma Bay einen Platz etabliert, der schon jetzt den Ruf des »Signature Courses« für das ganze Land trägt. Um den Golf & Country Club herum wurden Hotels und eine Spa geschaffen, die »First Class« im Untertitel haben – La Residence des Cascades und Kempinski Soma Bay sind nur Beispiele. In Bälde wird sich zu dem Player-Champion ein weiterer 18er gesellen, der von dem Player-Schüler Phil Jacobs gestaltet wird.
Von Hurghada aus lässt sich quer durch die Wüste Luxor, die historische Stadt am Nil, leicht erreichen. Kultur, Geschichte, Natur und Golf lassen sich, wie gesagt, in Ägypten in ganz besonders guter Weise miteinander verbinden. Luxor und das Tal der Könige, der gewaltige Strom und faszinierende Tempelbauten (Karnak) stellen schon Besonderheiten dar. Als ein zusätzlicher Akzent kann dann eine Runde auf dem Royal Valley Golf Club in Luxor gespielt werden, dem einzigen »königlichen Golfplatz« im Lande, oder man tritt eine Nil-Kreuzfahrt nach Assuan an.
Ägypten verfügt auch über interessante Standorte an der Mittelmeerküste. Neben Alexandria, wo man auch Golf spielen kann, spielen Orte wie Porto Marina eine Rolle. In Porto Marina wird von Raymond Heam eine 18-Löcher-Golfanlage gebaut, die mit neun Löchern fertig und mit 18 im Jahre 2009 beendet sein wird. Zwischen Alexandria and Kairo liegt in Suleimania direkt an der Wüstenautobahn das Pyramids Golf Resort. 45 Löcher Golf sind dort vorhanden, müssten aber gründlichen Überarbeitung unterzogen werden, um für Golf-Touristen wieder eine attraktive Rolle spielen zu können.
»Wir wollen 2009 die Millionengrenze für Golfreisende in unser Land knacken«, stellte der junge Direktor des Ägyptischen Fremdenverkehrsamtes, Tamer Marzouk, vor kurzem fest und dokumentierte damit das Ziel einer Entwicklung, die in Ägypten bereits im Jahre 1889 begonnen hatte, lange versandet war und erst Ende des vergangenen Jahrhunderts, vor allem aber in den ersten zehn Jahren des neuen Jahrhunderts wieder Tritt gefasst hatte: Golf und Golf-Courses im Land der Pharaonen. Die Zeichen sind gesetzt und nicht zu übersehen. Golf-Tripps nach Ägypten lohnen sich immer mehr.


















